08.06.2018

Hausärztliche Versorgung auch im Rheinisch-Bergischen Kreis sicherstellen

Mit Blick auf die aktuelle Initiative von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann stellen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU fest, dass eine dauerhafte Unterversorgung auch im Rheinisch-Bergischen Kreis droht. Dringender Handlungsbedarf ergibt sich aus dem Wegfall von Hausarztpraxen ohne Nachfolger durch das altersbedingte Ausscheiden von Hausärzten im Rheinisch-Bergischen-Kreis mit zunehmender Tendenz.

Schon jetzt sind im KV-Bezirk Bergisch Gladbach, Overath, Kürten und Odenthal 8,5 Hausarztsitze nicht besetzt (Stand: Dezember 2017). In Leichlingen fehlen 1,5 und in Wermelskirchen fehlen 7,5 Hausärzte. Die rechnerische Zuordnung von Rösrath zur Stadt Köln sowie die Zuordnung von Burscheid zur KV-Kreisstelle Leverkusen führen zu einer vermeintlichen Versorgung, die in der Realität nicht gegeben ist.

Nicht zuletzt mit Blick auf die demografische Entwicklung ist die hausärztliche Versorgung ein wesentlicher Baustein der Daseinsvorsorge und für den Erhalt der Lebensqualität der Bürger*innen im Rheinisch-Bergischen Kreis unabdingbar erforderlich. GRÜNE und CDU wollen daher Maßnahmen ergreifen, um dem drohenden und dem bereits bestehenden Hausärztemangel im ländlichen Raum schnellstmöglich und zielgenau entgegenzuwirken.

In einem ersten Schritt beauftragen GRÜNE und CDU mit ihrem am 30. Mai eingebrachten Antrag die Kreisverwaltung, dem Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit auf der Grundlage der von den Kassenärztlichen Vereinigungen zur Verfügung stehenden Informationen und mittels des Geodaten-Portals ortslagengenau zu berichten, wo bereits jetzt eine Unterversorgung besteht und wo eine solche Unterversorgung in naher Zukunft droht.

Dagmar Keller-Bartel, gesundheitspolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rheinisch-Bergischen Kreis: "Wir begrüßen sehr, dass Minister Laumann neben Bielefeld und Siegen sowie in Witten/Herdecke nun auch in Bonn zusätzliche Studierenden-Plätze plant. Parallel zu unserer Initiative würden wir es sehr begrüßen, wenn Minister Laumann dafür Sorge trägt, dass noch weitere Studienplätze in Köln entstehen. Denn Studierende, die ihren Abschluss in unmittelbarer Umgebung des RBK erwerben, können einfacher für eine Tätigkeit im Rheinisch-Bergischen Kreis gewonnen werden."

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