BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Fraktion der GRÜNEN im Rheinisch-Bergischen Kreis

Pressemitteilung (PDF) vom 26. März 2026

Einsparangebot der Kreisverwaltung im ÖPNV: Grüne fordern Kurskorrektur angesichts globaler Energiekrise

Rheinisch-Bergischer Kreis, 26. März 2026 – Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Rheinisch-Bergischen Kreis (RBK) bewertet das aktuelle Sparangebot der Kreisverwaltung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zwar als gut durchdacht, jedoch viel zu weitreichend. „Wir stehen weiter zu unserer Verantwortung gegenüber den Kommunen, aber Kürzungen von diesem Ausmaß werden wir nicht mittragen,“ so Co-Fraktionsvorsitzende Ursula Ehren.

Während die Pläne zur Schließung veralteter Ticketverkaufsstellen als nachvollziehbar gelten, kritisieren die Grünen die Kürzung von Nachtfahrten und damit die Reduzierung von Mobilitätsangeboten für junge Menschen in ländlichen Regionen scharf.

Nein sagen die GRÜNEN auch zur pauschalen Verschlechterung der Taktzeiten und zur Reduzierung der Bedienzeiten in den Randstunden, bevor ein überzeugendes Alternativangebot auf dem Tisch liegt.

Von den geplanten Einsparungen sind besonders Jugendliche, Berufspendler*innen und Menschen betroffen, die sich kein eigenes Auto leisten können. „Mit diesen Eingriffen in den ÖPNV werden diejenigen im Stich gelassen, für die Mobilität Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bedeutet,“ so Maik Außendorf, Vorsitzender des Ausschusses für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur im RBK.

Gerade jetzt, da die Internationale Energieagentur (IEA) Homeoffice und die Nutzung des ÖPNV als zentrale Maßnahmen zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs empfiehlt, ist es Aufgabe der Politik, schnell und nachhaltig zu handeln. Die aktuelle geopolitische Lage macht mehr als deutlich, dass die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ein dauerhaft unkalkulierbares Risiko für Wirtschaft und Gesellschaft darstellt. Den ÖPNV ausgerechnet jetzt zu schwächen, ist nicht nur verantwortungslos, sondern auch sozial ungerecht.

Die Fraktion fordert die Kreisverwaltung auf, das Sparangebot zu überarbeiten und stattdessen in den Ausbau nachhaltiger Mobilitätslösungen zu investieren. „Es geht nicht um kurzfristige Einsparungen, sondern um eine zukunftsorientierte und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur,“ so Dagmar Keller-Bartel, Co-Fraktionsvorsitzende. „Der ÖPNV ist die beste Alternative zum Auto – aber nur, wenn er zuverlässig, bezahlbar und flächendeckend verfügbar ist.“