
16.07.26 –
Die grüne Kreistagsfraktion hat sich im Kreisausschuss am 15. Juli 2026 klar für die finanzielle Unterstützung des Krankenhauses Wermelskirchen ausgesprochen. Eine verlässliche und wohnortnahe medizinische Versorgung ist für uns kein Luxus, sondern ein zentraler Pfeiler der öffentlichen Daseinsvorsorge. Heike Krause aus der Grünen Kreistagsfraktion und selbst Wermelskirchenerin betont: „Wir dürfen die Menschen vor Ort nicht im Stich lassen. Eine gute Versorgung direkt vor der Haustür ist ein Grundrecht und entscheidend für die Attraktivität unserer Region.“
Neben der Patientenversorgung steht für uns der Erhalt wertvoller Arbeitsplätze im Vordergrund, um den Wirtschaftsstandort zu stärken und einen Zusammenbruch wichtiger sozialer Infrastruktur zu verhindern. Damit diese Rettung jedoch nachhaltig erfolgt, fordern wir eine engmaschige Kontrolle durch den Aufsichtsrat und den Kreisausschuss bei der Umsetzung des Sanierungsplans.
Ein bloßes „Weiter so“ lehnen wir ab. Co-Fraktionsvorsitzende Dagmar Keller-Bartel unterstreicht: „Wir investieren nicht blind. Wir knüpfen die Unterstützung an strikte Bedingungen und eine zukunftsfähige Neuausrichtung. Innerhalb von drei Jahren muss ein schlüssiges Konzept vorliegen, das den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.“
Da auch Kreise und Kommunen unter finanziellem Druck stehen, setzen wir verantwortungsvolle Leitplanken: Die Unterstützung darf nicht zu Lasten anderer kreisangehöriger Kommunen gehen. Durch einen „doppelten Deckel“ ist der maximale Zuschuss auf eine Million Euro pro Jahr begrenzt und auf maximal drei Jahre befristet. So schaffen wir Planungssicherheit bei gleichzeitiger finanzieller Disziplin.
Gleichzeitig weisen wir auf die strukturellen Probleme hin. Co-Fraktionsvorsitzende Ursula Ehren erklärt: „Die Unterfinanzierung durch Bund und Land degradiert Städte und Kreise faktisch zu ‚Verwaltern des Mangels‘. Diesen Zustand wollen wir nicht akzeptieren.“ Wir fordern daher eine grundlegende Verbesserung der Rahmenbedingungen, um mutig in die Zukunft investieren zu können - gerade bei so existenziellen Einrichtungen wie dem Krankenhaus Wermelskirchen.
Wir hoffen, dass diese Entscheidung den Beschäftigten im Krankenhaus endlich wieder Sicherheit und Zuversicht für ihre berufliche Zukunft gibt. Unser Ziel ist es, dass das Krankenhaus Wermelskirchen nicht nur überlebt, sondern als moderner Gesundheitsstandort langfristig stabilisiert wird.